Mallorca, die größte der drei Balearen-Inseln, zieht nicht nur Urlauber an, sondern auch Auswanderer, die sich auf Mallorca niederlassen möchten. Der Traum vom eigenen Haus oder einer landestypischen Finca in dieser malerischen Umgebung wird für viele zur Realität.

Wer nach seinem Traumhaus sucht, wird allerdings schnell feststellen, dass immer noch ein wenig Arbeit auf die neuen Eigentümer zukommt. Vielleicht möchten Sie den Grundriss ein wenig verändern, die Bäder modernisieren, auf Solarstrom umstellen oder den Pool neu fliesen lassen… Sobald es sich um einen zukünftigen Erstwohnsitz handelt, möchte man, dass die Immobilie oder zumindest deren Ausstattung die eigene Handschrift trägt. Daher entscheiden sich immer mehr Menschen dazu, direkt selbst zu bauen.
Doch was ist dabei zu beachten und wie sieht das Für und Wider zwischen Neubau und Bestandsimmobilie aus?
Bevor Sie mit dem Bau beginnen können, benötigen Sie eine Reihe von Dokumenten und Genehmigungen:
Baugenehmigung (Licencia de Obras): Diese ist das wichtigste Dokument für Ihr Bauvorhaben. Sie muss vor Baustart bei der zuständigen Gemeinde beantragt werden. Hierfür werden Architektenpläne (Proyecto Técnico) eingereicht und die jeweilige Gemeinde entscheidet, ob noch Änderungen an den eingereichten Plänen vorgenommen werden müssen oder ob man die Baugenehmigung erhält. Hier benötigt der Bauherr allerdings Geduld, denn bis die Genehmigung erteilt ist, vergehen in der Regel mind. 2 Jahre.
Es empfiehlt sich also ein Grundstück mit bestehendem Projekt zu erwerben, damit Sie direkt mit dem Bau beginnen können. Änderungen können auch noch während des Bauphase eingereicht werden.
Wenn Sie sich für eine Neubau-Finca entscheiden, haben Sie noch Einfluss auf die Optik, die Verteilung der Innenräume sowie die Wahl der Materialien. Dies macht den Neubau zu “Ihrer Immobilie” und Sie kreieren auf diesem Weg ein Haus, dass Ihren Vorstellungen entspricht.
Neubauten entsprechen zudem den neuesten Standards in Sachen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Das bedeutet: niedrigere Energiekosten und ein besseres Wohnklima.
Aber es gibt auch einige Argumente, die für eine Bestandsimmobilie sprechen:
Der Kauf einer Bestandsimmobilie kann oftmals schneller abgewickelt werden als der Bau eines neuen Hauses und die gewünschten Renovierungen oder Umbauten können meist durch eine Obra Menor schnell genehmigt und ausgeführt werden. Sollte auf dem von Ihnen erworbenen Grundstück die bebaute Fläche noch nicht ausgeschöpft sein, können Sie ein weiteres Bauvorhaben einreichen, um Ihre Immobilie zu erweitern. Hierbei sollten Sie einen Architekten beauftragen, der über die Vorgaben der Gemeinde informiert ist und Ihnen ein entsprechendes Projekt erstellt. Bitte warten Sie unbedingt ab, bis Sie die Genehmigung für einen Anbau erhalten – sonst wird aus einer Bestandsimmobilie schnell eine illegale Immobilie und damit rückt die Idee von einer Wertsteigerung in weite Ferne.
Wenn Sie alle Renovierungen und Anbauten dokumentieren können und Ihnen die Papiere und Genehmigungen vorliegen, steigern Sie durch Ihre Investition den Wert Ihrer Immobilie.
Fazit
Das Bauen auf Mallorca kann eine aufregende und lohnende Erfahrung sein, wenn Sie sich gut vorbereiten. Überlegen Sie, ob ein Neubau oder eine Bestandsimmobilie besser zu Ihren Wünschen und Bedürfnissen passt. Mit der richtigen Planung und Unterstützung können Sie den Traum vom eigenen Haus auf dieser traumhaften Insel verwirklichen.
Wir stehen Ihnen als Partner in allen Fragen und Umsetzungen beratend zur Seite und geben gerne auch Empfehlungen für entsprechende Baufirmen, Architekten und Gartengestaltung.
Grundstücke mit bereits genehmigten Projekten finden Sie hier: